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OPC, das sind Oligomere Procyanidine oder Proanthocyanidine. Sie gehören zur Gruppe der Flavanole, jedoch nicht zur Gruppe der Flavonoide, denen sie manchmal fälschlicherweise zugeordnet werde.n. In Rinden der Mittelmeer-Pinie oder den roten Weintrauben befinden sich in hoher Anzahl Proanthocyanidine wie zum Beispiel Catechin, Epicatechin, ECGallat, Taxifoliol und TFGlucoside.

Diese Stoffe sind sogenannte Monomere, d.h. sie kommen in der Regel als einzelne Moleküle vor. Catechine kommen in Grünen Tee vor und erklären dessen positive gesundheitliche Wirkung. Aber solange diese Moleküle alleine bleiben (monomere Proanthocyanidine) ist ihre Wirkung gering. Erst wenn sie sich zu mehrkettigen ( = oligomere) Molekülen verbinden treten die heilsamen Eigenschaften auf. Aus Proanthocyanidine werden oligomere Proanthocyanidine (OPC).

Aber auch für die Wirksamkeit der OPC's gibt es eine Bedingung: Die Ketten dürfen maximal aus 5 Molekülen bestehen (Pentamere). Ab 6 Molekülen können die OPC's nicht mehr in die Zellwände eindringen, weil sie die Kette zu groß ist. Dadurch können diese OPC's nicht wirken. Nur Dimere (Zweierketten) bis maximal Pentamere haben eine hochgradige Bioverfügbarkeit, d.h. sie wirken im Körper. Am wirksamsten sind OPC-Extrakte mit einer hohen Anzahl kurzkettiger OPC's idealerweise Dimere und Trimere. Der Anteil sollte ca. 30% betragen.

Historische Entwicklung

 

Entdeckt wurden sie in den 40ern von dem Franzosen Masquelier, als dieser die Inhaltsstoffe der roten Innenhäute von Erdnüssen auf giftige Bestandteile hin untersuchte. Dabei fand er eine farblose Substanz, mit einer starken Schutzwirkung für Blutgefäße, das OPC.

 

Dieses kam 1950 unter dem Namen ResivitTM auf den Markt. Als dann kurz darauf aufgrund wirtschaflticher Entwicklungen die Erdnusshäute nicht mehr in ausreichender Menge verfügbar waren, mußte nach einem anderen Rohstoff Ausschau gehalten werden. Gefunden wurde er in rauhen Mengen in der Rinde von Pinus maritima, einer in der Gegend von Bordeaux vorkommenden Pinienart. Masquelier entwickelte dazu ein Verfahren, bei dem der gewonnene Extraktionsanteil von OPC und Katechinen zwischen 85 und 90 Prozent liegt. Weitere Stoffe wie Tannine und Katechine sind in geringen Mengen gleichfalls enthalten, was die Wirkung der OPC noch unterstützt. Diese Flavanolmixtur wurde unter dem Namen FlavanTM auf den Markt gebracht.

 

1955 konnte Masquelier den Nachweis erbringen, daß die gleichen oligomeren Procyanidine auch in den Kernen und Schalen der Weintrauben vorkommen und dass diese Flavanole den Flavonoiden wie z. B. Rutin (das laut Masquelier nicht bioverfügbar ist) im Hinblick auf ihre gefäßschützende Wirkung überlegen sind. Dagegen besitzt OPC eine nahezu 100%tige Bioverfügbarkeit. Damit wurde das dritte Gefäßschutzmittel, basierend auf Traubenkernen unter dem namen EndotélonTM in Frankreich auf den Markt gebracht.

 

Es wird innerhalb von Minuten über die Mund- oder Magenschleimhaut ins Blut aufgenommen und verteilt sich in verhältnismäßig kurzem Zeitraum in all die verschiedenen Organe sowie im gesamten Körpergewebe, bis hin zu Haut, Haaren und Nägeln. Es ist absolut ungiftig und wird vom Körper weitestgehend verwertet. OPC ist wasserlöslich, erreicht nach 45 Minuten seine höchste Konzentration im Blut und wird innerhalb von 72 Stunden vollständig verbraucht. Es passiert ebenso wie Vitamin C die Blut-Hirn-Schranke und entfaltet seine Wirkung auch im Gehirn. Bereits nach 24 Stunden hat sich die Widerstandsfähigkeit der Blutgefäße verdoppelt.

 

 

 

 

In allen bisher durchgeführten Untersuchungen zeigten sich keinerlei Nebenwirkungen. Studien des Pasteur-Institutes und des Huntington-Institutes ergaben, dass OPC nicht toxisch, nicht karzinogen (krebserregend) und nicht mutagen (Erbanlagen verändernd) wirkt. Im Gegensatz zu den Flavonoiden verbindet sich OPC mit Proteinen, besonders mit Kollagen. Anne Somin berichtet in "Das OPC Gesundheitsbuch" (erschienen 1998 im Scherz Verlag) von brüchigen und durchlässigen Kapillaren als Folge von OPC-Mangel, mit all den damit verbundenen Folgekrankheiten und nennt bei ausreichender Zufuhr eine um das zwanzigfach höhere antioxidative Wirkung als die von Vitamin C und das 40-50fache Wirkungspotential von Vitamin E sowie die Verringerung eines zu hohen Cholesterinspiegels. Des weiteren bewirkt OPC Stärkung der Blutgefäße und damit Verhinderung von Herz- und Kreislauf-erkrankungen, da es sich - im Gegensatz zu Vitamin C - an Protein, besonders an Kollagen und Elastin bindet und die Widerstandsfähigkeit der Blutgefäße bereits in 24 Stunden verdoppeln kann. Ferner werden als Folge von OPC-Zusatzgaben genannt: Erhöhte Blutzirkulation, verstärkte Belastbarkeit, Verbesserung der Gedächtnisfunktion, Verlangsamung des Alterungsprozesses, Verhinderung von Karies und arthritischen Entzündungen sowie Stärkung des Immunsystems.

Masquelier und Kollegen konnten 1976 in Studien mit Meerschweinchen nachweisen, dass OPC die Wirkung von Vitamin C extrem verstärkt, was umgekehrt zusätzlich wiederum noch die Wirkung des OPC erhöht, so dass wir es hier mit einem starken synergistischen Effekt (das Zusammenwirken von mehreren Substanzen in additiver oder potenzierender Wirkung) zu tun haben.

 

Die Meerschweinchen wurden für diese Untersuchung in mehrere Gruppen unterteilt und mit gestaffelten Vitamin C- und OPC-Gaben versehen. Je mehr Vitamin C die Tiere bekamen, desto kräftiger waren sie und um so länger ihre Lebensdauer. Das interessanteste Ergebnis jedoch war, dass die Meerschweinchen (auch Meerschweinchen können das Vitamin C als eine der wenigen Ausnahmen in der Tierwelt nicht selbst produzieren) die mit der

geringsten Menge an Vitamin C versorgt worden waren

(5 mg pro Kilo Körpergewicht täglich), dazu aber täglich 20 mg OPC pro Kilo

Körpergewicht erhalten hatten, in einem ähnlich guten Gesundheitszustand

befanden, wie die Tiere, die täglich 20 mg Vitamin erhalten hatten. OPC ist also

als synergistisch mit Vitamin C zu sehen und ein Überleben mit OPC gesichert,

selbst wenn Vitamin C nicht in ausreichenden Mengen verfügbar ist.

 

Es gibt viele Argumente, OPC als Vitamin P anzusehen. Prof. Dr. Jack Masquelier

sagte am 18. Oktober 1996 auf einem wissenschaftlichen Vortrag in Baltimore:

 

"Man könnte sagen, dass seit meiner Publikation dieser umfassenden Tabelle die

Proanthocyanidine, OPC, als "Kollagenvitamine" betrachtet werden können, weil sie

an der Biosynthese von Kollagen teilhaben und seine Zerstörung verhindern.
 

Betrachten wir daher zuerst die Biosynthese. Wie Sie wissen, erfordert die Biosynthese von Kollagen Ascorbinsäure, Vitamin C, weil die Aminosäuren Prolin und Lysin hydroxyliert werden müssen, bevor sie als physiologisch aktives Kollagen inkorporiert werden können. Das OPC verhält sich wie der Co-Faktor von Vitamin C, verstärkt seine Wirkung und aktiviert somit die Kollagenproduktion."

OPC - WAS SIND OLIGOMERE PROANTHOCYANIDE

In den Farbstoffen vieler Pflanzen und Lebensmittel sind die wertvollen Proanthocyanidine enthalten.