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PRODUKTE AUS OPC-EXTRAKT

HINWEISE UND UNTERSCHIEDE

OPC-Extrakt und Produkte

OPC, das sind Oligomere Procyanidine oder Proanthocyanidine. Sie gehören zur Gruppe der Flavanole, jedoch nicht zur Gruppe der Flavonoide, denen sie manchmal fälschlicherweise zugeordnet werden. In Rinden der Mittelmeer-Pinie oder den roten Weintraubenkernen befinden sich in hoher Anzahl Proanthocyanidine wie zum Beispiel Catechin, Epicatechin, ECGallat, Taxifoliol und TFGlucoside.

Diese Stoffe sind sogenannte Monomere, d.h. sie kommen in der Regel als einzelne Moleküle vor. Catechine kommen in Grünen Tee vor und erklären dessen positive gesundheitliche Wirkung. Aber solange diese Moleküle alleine bleiben (monomere Proanthocyanidine) ist ihre Wirkung gering. Erst wenn sie sich zu mehrkettigen ( = oligomere) Molekülen verbinden treten die heilsamen Eigenschaften auf. Aus Proanthocyanidine werden oligomere Proanthocyanidine (OPC).

Aber auch für die Wirksamkeit der OPC's gibt es eine Bedingung: Die Ketten dürfen maximal aus 5 Molekülen bestehen (Pentamere). Ab 6 Molekülen können die OPC's nicht mehr in die Zellwände eindringen, weil sie die Kette zu groß ist. Dadurch können diese OPC's nicht wirken. Nur Dimere (Zweierketten) bis maximal Pentamere haben eine hochgradige Bioverfügbarkeit, d.h. sie wirken auch tatsächlich im Körper. Am wirksamsten sind OPC-Extrakte mit einer hohen Anzahl kurzkettiger OPC's idealerweise Dimere und Trimere. Der Anteil dieser 2er bis 3er Ketten Ketten sollte ca. 30% betragen.

Produktauswahl

Achten Sie deshalb bei der Produktauswahl nicht nur auf den quantitativen OPC-Gehalt. Viele Anbieter werben mit unglaublichen OPC-Gehalten von 200mg pro Kapsel zu einem sensationellen Preis. Allein die Menge an OPC sagt noch nichts über die Wirksamkeit. Wie bereits oben erwähnt sind ausschließlich kurzkettige OPC's biologisch wirksam. Lassen Sie sich von jedem Anbieter die chromatographische Aufschlüsselung schicken. Daran sieht man die prozentuelle Verteilung der OPC-Ketten.

Regel: Je höher der Gehalt an kurzkettigen OPC's, desto wirksamer das Präparat.
Worauf sollten Sie noch achten?

Die Bioverfügbarkeit von OPC´s hängt davon ab, wie kurzkettig die OPC´s sind. Je kürzer die Ketten (ideal sind Dimere und Trimere), desto größer die Heilwirkung. Produkte, die über eine hohe Bioverfügbarkeit verfügen, zeichnen sich dadurch aus, dass das OPC schnell und in großer Menge vom menschlichen Körper aufgenommen wird. Rein quantitative Beschreibungen ("200mg OPC-Gehalt") sagen noch nichts über die Qualität und Wirksamkeit von OPC aus. Nur OPC's mit einer maximalen Molekül-Länge von 5 sind vom menschlichen Körper verwertbar.

Viele Produkte werben mit der Aussage "95% OPC-Gehalt". Diese Aussage ist in vieler Hinsicht völlig falsch.

Erstens gibt es keinen derartigen hohen Gehalt an OPC und zweitens wird hier der Begriff OPC mit dem Begriff der Polyphenole verwechselt.

Polyphenole ist der Übergriff zu einer Familie verschiedenster Stoffgruppen, die sich in  der Regel in den Farbpigmenten von Pflanzen befinden. Hierunter fallen z.B. Flavone (flavus bedeutet gelb) oder Anthocyanide, das bezeichnet rote und blaue Farbpigmente. Proanthocyanidine sind Vorstufen bspw. von Anthocyanidin.

Diese Bewerbung spricht dafür, dass die Hersteller nicht all zu viel von der Thematik verstehen.

Monomere Proanthocyanide

Monomere zählen nicht zu OPC's, werden aber gerne von den Anbietern als solche deklariert. Monomere besitzen nicht die positiven Heileffekte von kurzkettigen OPC's.

Polyphenolgehalt

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